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Die Philosophie des Pegasus-Projekts®

Freiheitliche Bodenarbeit mit Pferden und
Freiheitliche Pferdegestützte Persönlichkeitsbildung

Vielleicht sind Sie erst einmal über das Wort „freiheitlich“ gestolpert. In unserem täglichen Sprachgebrauch kommt dieses Wort selten vor. Gehen wir seiner Bedeutung nach, erschließt sich uns all das, wofür das Pegasus-Projekt® steht:

Freiheitlich bedeutet:

In unserem Logo finden sich weitere Hinweise, wofür wir stehen und worauf unsere Arbeit basiert:

Der Pegasus, das geflügelte Pferd, ist Sinnbild für Freiheit und Entfaltung. Das Enneagramm ist schon seit Urzeiten ein Symbol der inneren Arbeit, der Entwicklung zum natürlichen Selbst. Diese beiden machtvollen Elemente haben wir vereinigt und zu unseren Leitzielen gemacht.

Die Grundlage unserer Arbeit

Wir gehen davon aus, dass jeder Mensch bereits alles in sich trägt, um ein bewusstes, glückliches und erfolgreiches Leben führen zu können. Oftmals scheint allerdings der Zugang zu diesem Potential verschüttet zu sein. Freiheitliche Pferdegestützte Persönlichkeitsbildung ist ein Weg, sich diesen Zugang wieder zu eröffnen und das ureigene Potential zu entdecken, zu entfalten und es sich nutzbar zu machen. Alte behindernde Strukturen werden gelöst, dies schafft Raum für Kreativität, Selbstausdruck, Lebensfreude und gestärkte Beziehungsfähigkeit.
Jeder Mensch, ganz gleich, wo er im Leben gerade steht, kann sein Leben nachhaltig positiv beeinflussen um (noch) glücklicher, bewusster, erfolgreicher, gesünder, zufriedener und erfüllter zu werden.

In den von uns angebotenen Ausbildungen wandelt sich der mythische Pegasus nun zum realen, greifbaren Wesen Pferd. Gleich bleibend faszinierend eröffnet uns das Pferd als Medium der Persönlichkeitsbildung neue, erfüllende Horizonte. Doch eines gleich vorweg: es geht nicht darum, das Pferde als Medium für Menschen zu benutzen, es geht um Entfaltung beider Persönlichkeiten – die des Menschen und die des Pferdes.

Der freiheitliche, partnerschaftliche Umgang mit Pferden widerspiegelt den Werdegang der klaren, bewussten, authentischen Persönlichkeit.

Freiheitliche Bodenarbeit mit Pferden - was ist das?

Freiheitliche Bodenarbeit mit Pferden bedeutet, die Sprache des Pferdes zu erlernen und auf eine Weise mit ihm zu kommunizieren und zu arbeiten, die seiner Natur entspricht. Dabei geht es darum, sich aus alten Schemen von Konditionierung, Druck und Funktion zu lösen und das Pferd für eine freiwillige Zusammenarbeit mit dem Menschen zu gewinnen. Im Vordergrund steht dabei die Qualität der Beziehung, nicht das zu erreichende Ziel.

Es hat sich gezeigt, dass die Art und Weise, wie wir mit Pferden arbeiten, sich ganz wesentlich von den üblichen Horsemanship-Techniken oder dem reiterlichen Umgang unterscheidet. Der Unterschied begründet sich im Wesentlichen durch den gänzlich anderen Blickwinkel, aus dem wir Pferden - und auch Menschen - betrachten. Es geht um Begegnung, Beziehung und Kommunikation. Dabei begegnen wir den Pferden in ihrer Welt und erlernen ihre Sprache. Die Pferdesprache dient uns dabei ausschließlich als Kommunikationshilfe und nicht etwa um das Pferd zum besseren „Funktionieren“ zu zwingen, oder es gar zu unterwerfen.
Freiheitlich bedeutet, gemeinsam nach Freiheit zu streben, sich gemeinsam mit den Pferden von alten Begrenzungen und Konditionierungen zu lösen und sich auf den Weg zu machen, hin zu mehr Bewusstheit, freiem Selbstausdruck und natürlichem Sein.

Freiheitliche Pferdegestützte Persönlichkeitsbildung - was ist das?

Unser ganzheitliches Konzept basiert auf langjähriger Erfahrung im Umgang und der Ausbildung von Pferden synergetisch verbunden mit Elementen aus humanistischer Psychologie, Persönlichkeitstraining, Coaching und Zen.

Ich möchte Ihnen nachfolgend erläutern, worum es bei dieser speziellen Art der pferdegestützten Persönlichkeitsbildung geht und von welchen Thesen wir ausgehen. Es handelt sich dabei um einen intensiven Entwicklungsweg, jedoch nicht um eine Therapie im heilkundlichen Sinne. Zielgruppe der Freiheitlichen Pferdegestützten Persönlichkeitsbildung sind physisch und psychisch gesunde Menschen, welche sich weiterentwickeln möchten. Therapiebedürftige Menschen gehören in die Obhut dafür geschulter Therapeuten.

Sind wir nicht alle ein bisschen „robot“?

Viele Menschen sind auf der Suche nach mehr Zufriedenheit, Glück, Erfolg und Liebe. Was hindert uns daran, glücklich zu sein? Schuldzuweisungen im Außen helfen nicht wirklich weiter. Solange wir unser eigenes Verhalten und unsere Gefühlswelt nicht bewusst betrachten, ist unser Verhalten überwiegend beeinflusst von unseren frühkindlichen Prägungen, dem dabei entstandenen Selbstbild, unseren übernommenen Glaubens- und Wertesystemen, sowie gesellschaftlichen Normen und Werten. Wer kennt sie nicht, die „roten Knöpfe“, die wenn sie gedrückt werden, uns nach alten Schemen und Programmen reagieren lassen, als seien wir auf „Autopilot“ geschaltet. Der Ruf nach (innerer) Freiheit wird laut. Wer sind wir wirklich? Wer sind wir, jenseits unserer Konditionierungen? Im Zen gibt es ein Koan (Rätsel) das lautet: „Wie sieht dein ursprüngliches Gesicht aus?“

Um dieses Thema geht es in der Freiheitlichen Pferdegestützten Persönlichkeitsbildung – um innere Freiheit und dadurch mehr Lebensqualität. Innere Freiheit, die entsteht, wenn wir alte behindernde Strukturen überwinden und uns zu dem Menschen entwickeln, der wir eigentlich sind. Pferde, als Symbol für Freiheit, begleiten und unterstützen uns auf diesem Weg.

Der geschützte Raum in dem man sein darf

Um sich auf die Begegnung und Auseinandersetzung mit sich selbst und anderen tatsächlich einlassen zu können, bedarf es eines geschützten Raumes, in dem Bewertungsfreiheit und persönliches Angenommensein gewährleistet sind. In diesem Raum können Masken und Schutzschilde abgelegt werden. Das ist der erste Schritt zum authentischen, freien Selbst. Für diese Arbeit ist es von größter Wichtigkeit, diesen Raum, in dem sich Mensch und Pferd sicher fühlen, entstehen zu lassen. Dazu gehört eine offene, wertschätzende Grundhaltung, sowie die Verwendung einer speziellen wertneutralen Sprache im Coaching.

Leben im Hier und Jetzt

Der Augenblick, in dem Veränderung, Wandlung und Entwicklung tatsächlich geschieht, ist der gegenwärtige Moment. Aus diesem Jetzt heraus können wir unser Leben aktiv gestalten, altes und hinderliches über Bord werfen und so den Grundstein für eine erfüllende Zukunft legen. Unsere Partner, die Pferde, leben stets im Hier und Jetzt, sie können nur das Gegenwärtige spiegeln. Im Freiheitlichen Pferdegestützten Coaching bewegen wir uns demnach in der Gegenwart, die Aufarbeitung einer unter Umständen problematischen Vergangenheit überlassen wir gerne den (Psycho-) Therapeuten.

Freiwilligkeit und Freiheitlichkeit statt Druck und Manipulation

Neben dem bewertungsfreien Raum, der wertneutralen Trainersprache geht es auch um das Prinzip der Freiwilligkeit und Freiheitlichkeit. Es versteht sich daher von selbst, dass kein Druck – weder auf den Klienten, noch auf das Pferd ausgeübt wird. Der Coach begleitet den Prozess seines Klienten, ohne diesem etwas überstülpen zu wollen.

Bewusstheit schafft Freiheit

Etwa 85 Prozent unseres Verhaltens wird vom Unterbewusstsein gesteuert. Das bedeutet, wir sind zu einem sehr hohen Prozentsatz auf „Autopilot“ geschaltet. Wir handeln auf der Basis der in unserer Lebenshistorie angelegten Verhaltensmuster und Programme, meist ohne uns dessen bewusst zu sein.

Erst durch Bewusstheit entsteht die Möglichkeit der freien Entscheidung und Selbstbestimmung. Erst dann haben wir die Wahl, entweder unserem konditionierten Verhaltensmuster nachzugeben oder etwas ganz neues auszuprobieren. Bewusstheit schafft Freiheit.

Beziehungsfähigkeit entwickeln

Immer häufiger erschrecken uns Schlagzeilen über die steigende Gewaltbereitschaft bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, Mobbing, Amokläufe, Familiendramen, in denen Kinder und Eltern zu Tode kommen. Was veranlasst Menschen dazu, so etwas zu tun? Neben anderen Faktoren spielt hier ein Mangel an sozialer Kompetenz eine wichtige Rolle. Ein wichtiger Bereich der sozialen Kompetenz ist die Beziehungsfähigkeit.

Aber wie gestaltet man gesunde Beziehungen?

In unserer sehr funktionalen, leistungsorientierten Gesellschaft, in der Konkurrenzdenken bereits in der Schule gelehrt wird, mangelt es oft an Erfahrungsräumen, die Angenommensein, Wertschätzung, Geborgenheit und emotionale Sicherheit vermitteln. Ein konstruktives Miteinander in unserer komplexen Gesellschaft will gelernt sein. Indem wir selbst unsere Beziehungsfähigkeit immer stärker entwickeln, tragen wir mehr Verständnis, Fähigkeit zum Miteinander, Mitgefühl und Gemeinschaftssinn in unser Umfeld. Erst durch die Gestaltung von gesunden Beziehungen – mit sich selbst und anderen - erfährt der Mensch Ganzheit.

Sich selbst zum Ausdruck bringen

Die meisten Erwachsenen, manchmal auch schon Kinder und Jugendliche, fühlen sich mehr oder weniger stark gehemmt, spontan, herzlich und schöpferisch zu sein. Sie sind in ihrem Selbstausdruck eingeschränkt. Durch Förderung eines freien Selbstausdrucks durch Kreativität, Spiel und unmittelbarem Erleben, gelangt der Mensch zu mehr Authentizität und einem gestärkten Selbstwertgefühl. Ein positives Selbstbild und ein gesundes Selbstwertgefühl sind wichtige Ressourcen um ein zufriedenes und erfolgreiches Leben gestalten zu können.

Pferde als Interaktionspartner

Um die oben beschriebenen wertvollen Erfahrungen machen zu können, ist das Pferd ein idealer Interaktionspartner. Pferde leben immer im Hier und Jetzt und zeigen auf ehrliche, wertfreie Art, wie sie uns in jedem Moment wahrnehmen. Die freie Interaktion mit einem Pferd gewährt Einblicke in unser persönliches Wertesystem, unsere Glaubenssätze, unsere Gefühlswelt und widerspiegelt das Bild, das wir von uns selbst haben. Die Begegnung mit Pferden steht auch exemplarisch für unsere Art Bezie-
hungen zu gestalten und uns darin zu erleben.

Ferner haben Pferde ein feines Gespür für Sein und Schein, sie interagieren gerne mit Menschen, bleiben jedoch weitestgehend frei von emotionaler Abhängigkeit.

In der Freiheitlichen Pferdegestützten Persönlichkeitsbildung erhält das Pferd einen größtmöglichen Freiraum. Es wird nicht geritten, es wird auch nicht zu irgendeiner Handlungsweise gezwungen oder hinmanipuliert, es wird nicht unterworfen und möglichst auch nicht konditioniert. Es muss nicht
„funktionieren“ oder wird nach irgendeiner Methoden zu einem bestimmten Verhalten gedrängt. Es gibt auch kein Schema, nach dem mit ihm gearbeitet wird.

Was tun wir also mit dem Pferd? Wir werden mit ihm in Beziehung treten, ihm in seiner Welt begegnen, mit ihm kommunizieren, mit ihm spielen und viele vertraute und neue Erfahrungen machen. Dabei darf sich das Pferd frei bewegen und mit dem Klienten interagieren.

In der freien Interaktion mit dem Pferd, (d.h. Pferd und Klient befinden sich zusammen in einem abgezäunten Areal von mindestens fünfzehn mal fünfzehn Metern) geht es um Begegnung und Beziehung, nicht um Leistung oder Zielerreichung. Im Vordergrund steht demnach die Qualität der Beziehung und der Prozess des In-Beziehung-Tretens, nicht irgendein zu erreichendes äußeres Ziel. Auf Druck- und Machtmittel wie Halfter und Peitsche wird verzichtet, ebenso auf Belohnung durch Futter. Das Pferd bleibt immer es selbst und wird in seinem freien Willen respektiert.

Warum Pferde?

Pferde haben ein unfehlbares Gespür für Echtheit und Wahrhaftigkeit. Sie zeigen auf natürliche, wertfreie Art, wann wir uns noch hinter Masken verbergen oder uns innerhalb alter, unreflektierter Gefühls- und Verhaltensmuster bewegen. Diese Eigenschaft macht Pferde für die menschliche Lebensschule zu einem faszinierenden Partner. Durch das ehrliche, vorbehaltlose Feedback der Pferde können wir lernen, uns von alten Ängsten und Begrenzungen zu lösen, hinderliche Gefühls- und Verhaltensmuster zu verändern und uns zu der klaren, freien und authentischen Persönlichkeit entwickeln, deren Keim längst in uns schlummert.

Im Coaching mit Mensch und Pferd erweist sich das Pferd als unbestechlich ehrlicher Partner. Pferde dürfen taktlos ehrlich sein – als Trainer/Trainerin wird von Ihnen allerdings weit mehr Feingefühl erwartet werden.

Was haben die Pferde davon?

Durch meine langjährige Erfahrung mit Menschen und Pferden wurde mir immer deutlicher bewusst: Möchten wir für das Wohl der Pferde eintreten, müssen wir beim Menschen anfangen.

Es ist das innere Chaos des Menschen, seine inneren Blockaden, sein Hader mit sich selbst, welche Gewalt, Unterdrückung und Unverständnis in die Begegnung von Mensch und Pferd bringen. Ein glücklicher, erfüllter Mensch wird ganz selbstverständlich liebevoll und umsichtig mit jedem Wesen, auch den Pferden, umgehen.

Persönlichkeitsbildung des Menschen ist ein erster, unerlässlicher Schritt, um Harmonie und Verständnis in die Begegnung und Beziehung von Mensch und Pferd zu bringen.

Entscheidend ist dabei, Pferde in die Persönlichkeitsentwicklung des Menschen so einzubinden, dass sie nicht instrumentalisiert und zum reinen Mittel zum Zweck werden, wie das leider inzwischen vielerorts der Fall ist.

Durch intensive Beziehungsarbeit zwischen Mensch und Pferd, in der beide Partner in ihrem freien Willen respektiert werden, entsteht die Basis für eine gemeinsame Weiterentwicklung.

Wir treten in Beziehung mit uns selbst, den Pferden, anderen Menschen und der Natur. Mensch und Pferd haben so die Möglichkeit, alte Konditionierungen und Verhaltensmuster zu durchbrechen und zu ihrer wahren inneren Natur zurückzufinden.